Ratgeber · Methoden & Studien

Die 50-30-20-Regel: Budget aufteilen und sparen

Die 50-30-20-Regel ist eine einfache Faustformel, um das Einkommen aufzuteilen: 50 Prozent fuer Notwendiges, 30 Prozent fuer Wuensche, 20 Prozent fuers Sparen. Sie hilft, eine realistische Sparrate festzulegen, ohne kompliziertes Haushaltsbuch.

1 Min Lesezeit 315 Wörter 3 FAQs
Jan-Tristan Rudat
Jan-Tristan RudatRedakteur
Geprüft am

Eine Regel, drei Töpfe

Die 50-30-20-Regel ist eine der bekanntesten Faustformeln der Haushaltsplanung. Sie teilt das verfügbare Netto-Einkommen in drei Anteile auf und gibt damit eine einfache Struktur vor, ohne dass man jede Ausgabe einzeln erfassen muss. Gerade für den Einstieg ins bewusste Sparen ist sie hilfreich, weil sie eine konkrete Sparrate liefert.

Die drei Anteile im Detail

Der erste Anteil, 50 Prozent, deckt das Notwendige: Miete oder Kreditrate, Strom, Versicherungen, Lebensmittel, Mobilität und andere unverzichtbare Ausgaben. Der zweite Anteil, 30 Prozent, ist für Wünsche reserviert: Essengehen, Hobbys, Streaming, Reisen und alles, was das Leben angenehm macht, aber verzichtbar wäre. Der dritte Anteil, 20 Prozent, fliesst ins Sparen, in den Vermögensaufbau und in die Tilgung von Schulden.

Vom Prozentsatz zur Sparrate

Der praktische Wert der Regel liegt im dritten Topf. Die 20 Prozent sind unmittelbar deine monatliche Sparrate. Bei einem Netto-Einkommen von 2.500 Euro ergeben sich 500 Euro im Monat, bei 3.500 Euro netto sind es 700 Euro. Genau diesen Betrag kannst du in den Sparziel-Rechner eintragen und sehen, wie lange du für ein bestimmtes Ziel brauchst oder wie viel monatlich für einen Zielbetrag in einer festen Frist nötig ist.

Wo die Regel an Grenzen stösst

Die 50-30-20-Regel ist eine Orientierung, kein Naturgesetz. In Regionen mit hohen Mieten kann allein der Notwendig-Anteil deutlich über 50 Prozent liegen, sodass für Sparen weniger bleibt. Auch sehr niedrige oder sehr hohe Einkommen sprengen die starre Aufteilung. Wichtiger als die exakten Prozentsätze ist das Prinzip: feste Anteile für das Nötige, bewusste Grenzen für Wünsche und ein automatischer, fester Sparanteil.

Sparen automatisieren

Am wirksamsten ist die Regel, wenn der Sparanteil per Dauerauftrag direkt nach Gehaltseingang abgebucht wird, bevor das Geld ausgegeben werden kann. Was nicht auf dem Girokonto liegt, wird seltener ausgegeben. Der Sparziel-Rechner hilft dir, den passenden Betrag und die Laufzeit zu bestimmen. Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Finanzberatung.

FAQ

Häufige Fragen

Wie funktioniert die 50-30-20-Regel?

Du teilst dein verfuegbares Netto-Einkommen in drei Toepfe: 50 Prozent fuer Notwendiges wie Miete, Strom und Lebensmittel, 30 Prozent fuer Wuensche wie Restaurant, Hobby und Reisen, und 20 Prozent fuers Sparen und Schuldentilgung. Die Prozentsaetze sind Richtwerte, keine starren Vorgaben.

Wie leite ich daraus meine Sparrate ab?

Die 20 Prozent fuers Sparen sind direkt deine Sparrate. Bei 2.500 Euro netto waeren das 500 Euro im Monat. Diesen Betrag kannst du in den Sparziel-Rechner eingeben, um zu sehen, wie schnell du ein Ziel erreichst.

Was, wenn 20 Prozent nicht möglich sind?

Die Regel ist ein Ziel, kein Dogma. Bei hohen Fixkosten, etwa in teuren Staedten, kann der Notwendig-Anteil ueber 50 Prozent liegen. Dann beginnt man mit einer kleineren Sparquote und erhoeht sie, sobald sich der Spielraum vergroessert. Auch 5 oder 10 Prozent sind besser als nichts.

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Quellen

Worauf dieser Ratgeber sich stützt

Veröffentlicht · zuletzt geprüft
Verantwortlich: Jan-Tristan Rudat
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