Ratgeber · Grundlagen & Praxis

Für Kinder sparen: Ausbildung, Führerschein, Startkapital

Fuer Kinder zu sparen hat einen grossen Vorteil: den langen Zeithorizont. Wer ab der Geburt anlegt, hat bis zur Volljaehrigkeit 18 Jahre Zeit, in denen schon kleine Betraege spuerbar anwachsen. Dieser Ratgeber zeigt, wie sich das planen laesst.

1 Min Lesezeit 326 Wörter 3 FAQs
Eike-Christian Ramcke
Eike-Christian RamckeGeschäftsführer · Verantwortlich gem. § 18 Abs. 2 MStV
Geprüft am

Der grösste Vorteil: Zeit

Wer für ein Kind spart, hat einen Trumpf in der Hand, den Erwachsene für ihre eigenen Ziele oft nicht haben: einen sehr langen Zeithorizont. Beginnt man mit der Geburt, stehen bis zur Volljährigkeit 18 Jahre zur Verfügung. Über diese Zeit wirkt der Zinseszinseffekt deutlich, und selbst kleine monatliche Beträge wachsen zu einer ansehnlichen Summe.

Realistische Ziele und Beträge

Was angespart werden soll, bestimmt den Betrag. Für Führerschein und ein erstes gebrauchtes Auto reichen oft 5.000 bis 10.000 Euro. Für ein Studium, eine Ausbildung im Ausland oder ein Startkapital in die Selbstständigkeit sind eher 15.000 bis 25.000 Euro realistisch. Bei 18 Jahren Laufzeit genügen für 15.000 Euro schon rund 70 Euro im Monat ohne Verzinsung, mit Anlagerendite entsprechend weniger. Der Sparziel-Rechner zeigt dir die nötige Rate für deinen Zielbetrag.

Passende Sparformen

Die Wahl der Anlageform hängt vom Zeithorizont und der Risikobereitschaft ab. Für kurzfristige Ziele oder ein hohes Sicherheitsbedürfnis eignen sich Tagesgeld und Festgeld, deren Kapital geschützt, aber niedrig verzinst ist. Für lange Zeiträume von zehn Jahren und mehr nutzen viele Eltern einen breit gestreuten ETF-Sparplan. Er bietet höhere Renditechancen, schwankt aber zwischenzeitlich, was sich über den langen Horizont meist ausgleicht.

Auf wessen Namen?

Eine wichtige Entscheidung ist, ob das Konto oder Depot auf den Namen des Kindes oder der Eltern läuft. Ein Konto auf das Kind nutzt dessen steuerliche Freibeträge, das Geld gehört dann aber rechtlich dem Kind und steht ihm ab 18 ohne Mitsprache der Eltern zur Verfügung. Ein Konto auf den eigenen Namen behält die Kontrolle, nutzt aber die kindlichen Freibeträge nicht. Beide Wege haben Vor- und Nachteile, die man je nach Ziel und Familiensituation abwägen sollte.

Früh und automatisch sparen

Am wirksamsten ist ein fester Dauerauftrag, der jeden Monat automatisch läuft. Auch Geldgeschenke von Grosseltern oder zu Geburtstagen lassen sich gezielt einzahlen. Der Sparziel-Rechner hilft, Zielbetrag, Laufzeit und Rate aufeinander abzustimmen. Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Finanz- oder Steuerberatung.

FAQ

Häufige Fragen

Wie viel sollte ich für mein Kind sparen?

Das haengt vom Ziel ab. Fuer Fuehrerschein und erstes Auto reichen oft 5.000 bis 10.000 Euro, fuer ein Studium oder Startkapital eher 15.000 bis 25.000 Euro. Bei 18 Jahren Laufzeit genuegen dafuer schon 25 bis 80 Euro im Monat, je nach Zielbetrag und Verzinsung.

Welche Sparform passt für Kinder?

Bei kurzem Horizont oder hohem Sicherheitsbeduerfnis sind Tages- und Festgeld passend. Bei langem Horizont von zehn oder mehr Jahren wird haeufig ein breit gestreuter ETF-Sparplan genutzt, der hoehere Renditechancen bei zwischenzeitlichen Schwankungen bietet. Die Wahl haengt von Risikobereitschaft und Zeithorizont ab.

Auf wessen Namen sollte das Konto laufen?

Ein Konto auf den Namen des Kindes hat steuerliche Vorteile durch dessen Freibetraege, das Geld gehoert dann aber rechtlich dem Kind und steht ihm ab 18 frei zur Verfuegung. Ein Konto auf den eigenen Namen behaelt die Kontrolle. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, die man individuell abwaegen sollte.

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Quellen

Worauf dieser Ratgeber sich stützt

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